Kompensatorischer Ansatz

Hierbei werden alternative Handlungsstrategien erprobt, Hilfsmittel angepasst oder eine Hilfsperson dahingehend beraten, wie und bei welchen Handlungsschritten sie z.B. ein Kind am effektivsten unterstützen kann. Es geht darum, die gewünschte Aktivität statt in der gewohnten Form auf eine neue Art und Weise auszuführen.

Beispielsweise:

  • Julia hat als Ziel angegeben, dass sie ihren FreundInnen ein Spiel vorschlagen möchte. Um ihr das zu ermöglichen, wird zunächst herausgefunden, welche Spiele sie als Auswahl auf ihrem Talker haben möchte. Im Anschluss daran wird ihr Talker so programmiert, dass sie selbständig einen Vorschlag anbringen kann. Der Talker wird somit an ihre Bedürfnisse angepasst.
  • Magdalena hat eine starke Ataxie. Bisher hat sie ihr Frühstücksbrot immer im Stehen an der Theke gestrichen. Jetzt zittert sie so stark, dass das Brot zerreißt. In der Therapie wird gemeinsam herausgefunden, dass ihre Hände ruhiger sind, wenn sie zum Brot streichen am Tisch sitzt und die Ellenbogen dabei auf dem Tisch ablegt. Sie ist selbst überrascht, wie viel besser es im Sitzen klappt und ist einverstanden, die Aktivität in Zukunft im Sitzen auszuführen.